Jeder kann programmieren – eine Übersicht

Warum sollten Kinder programmieren können?

Eine Welt ganz ohne Computer, Internet und Maschinen können sich speziell die Jüngeren unter uns kaum mehr vorstellen. In einer Studie der Universität Oxford wurde berechnet, dass in den nächsten zwei Jahrzehnten 47 Prozent der bestehenden Berufe automatisiert werden. 20 Jahre: Genau dann sind die Kinder von heute erwachsen. Steht ihnen eine düstere Zukunft bevor, in denen der Großteil von ihnen früher oder später durch Maschinen ersetzt wird? Skynet könnte die Macht übernehmen und Maschinen genannt Terminatoren werden… Entschuldigung ich drifte ab. Trotzdem Nein! Denn die digitale Revolution bietet unheimliches Potenzial und schafft viele vollkommen neue Arbeitsplätze. Die Kinder müssen von uns darauf vorbereitet werden. Das bedeutet nicht, dass sie bereits heute auf Leistung getrimmt werden sollten. Eltern und Lehrkräfte sollten jedoch auf lange Sicht Kompetenzen (wie coding Verständnis) stärker fördern, die zukünftig wichtiger werden.


Programmiersprachen für Kinder

Programmiersprachen sind ähnlich wie menschliche Sprachen, zur Verständigung. Jedoch zwischen Mensch und Computer. Sie sind das wichtigste, um dem Computer verständlich zu machen, was er tun soll. In diesen Sprachen werden Betriebssysteme (Windows, MacOS, Linux, usw.), Spiele, Apps, Webseiten und vieles mehr geschrieben. Es gibt hunderte davon, doch wenige davon sind weit verbreitet und haben eine wirtschaftliche Bedeutung. Visuelle Programmiersprachen sind verhältnismäßig einfach zu lernen, andere dagegen bestehen aus reinem Text und sind eher komplex. Auf diesen Plattformen können Kinder Schritt für Schritt verschiedene Programmiersprachen erlernen:


Swift Playgrounds – Everyone Can Code

Swift Playgrounds ist eine revolutionäre App für das iPad, mit der das Lernen von Swift interaktiv und unterhaltsam wird. Dafür braucht man keine Programmier­kenntnisse – es ist perfekt für Anfänger. Swift ist die von Apple entwickelte Programmier­sprache, mit der Profis die beliebtesten Apps von heute erschaffen. Die Grundlagen von Swift lernt man, indem verschiedene Rätsel gelöst werden. Im nächsten Schritt warten weitere Heraus­forderungen und fortgeschrittenere Playgrounds, die Apple und andere führende Entwickler entworfen haben.


Der „Jeder kann programmieren“ Lehrplan führt sie durch Swift Playgrounds, eine App, die Kindern mit einer Welt voller interaktiver Rätsel und verspielter Charaktere das Programmieren beibringt. Es ist hervorragend für Kinder ab acht Jahren geeignet und hilft Ihnen, Programmieren in der Sprache zu unterrichten, die auch professionelle App-Entwickler verwenden. Die Handbücher zu „Jeder kann programmieren“ umfassen Unterrichtsaktivitäten, mit denen Schüler die Konzepte hinter dem Code besser nachvollziehen können, sowie gerätebasierte Übungen zum Programmieren und Lösen von Problemen. Mit den Schülerhandbüchern können Schüler in ihrer eigenen Geschwindigkeit arbeiten, während die Lehrerhandbücher Ihnen alles bieten, um all Ihre Schüler zu unterstützen – von zusätzlicher Hilfestellung bis zu zusätzlichen Auszeichnungen. Das komplett Angebot ist kostenlos. Swift Playgrounds finden Sie hier.


Start-Coding

Start-coding: altersgerechte Übungen und Tutorials für Kinder und Jugendliche. Außerdem gibt es eine tolle Übersicht über Projekte und Initiativen rund um Informatik, ums Programmieren, Elektronik und Roboter. Unter anderem finden Kinder hier Möglichkeiten, sich zu treffen, um gemeinsam zu tüfteln, aber auch Webseiten zum Thema. Start-coding wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.


Code.org

code.org: Spiele, mit denen Kinder programmieren lernen können. Auf code.org finden sich viele kleine Kurse für Schüler verschiedenen Alters. Dabei gibt es Übungen, die ohne Computer durchgeführt werden, Erklär-Videos und kleine Übungsspiele, in denen das Gelernte dann angewendet wird.


Scratch.mit

scratch.mit.edu/: „Scratch“ ist eine beliebte visuelle Programmiersprache. Auf dieser Webseite können Kinder lernen, eigene interaktive Geschichten, Animationen, Spiele, Musik-, und Kunstwerke mit „Scratch“ zu programmieren. Es gibt außerdem eine Offline-Version.


Codecademy

Codecademy: Wer sich an eine Programmiersprache heranwagen möchte, in welcher der komplette Code selbst geschrieben werden muss, für den eignen sich Plattformen wie Codecademy. Nachdem man sich auf der Plattform registriert hat, kann man dort kostenlos verschiedene wichtige Programmiersprachen wie Python, PHP, jQuery, JavaScript, AngularJS, Ruby,  HTML und CSS lernen. Da viele Kurse nur auf Englisch verfügbar sind, ist die Codecadamy eher für ältere Kinder und Jugendliche zu empfehlen.


Open Roberta

Open Roberta: führt in das Programmieren von Robotern ein. Auf der Cloud-Plattform „Open Roberta Lab“ lernen Kinder die einfache visuelle Programmiersprache „NEPO“ und können ihre Programmierfähigkeiten durch einen virtuellen Roboter testen lassen, der simuliert, wie ein echter Roboter auf das selbstgeschriebene Programm reagieren würde. Wer einen eigenen EV3-Roboter hat, findet eine Anleitung, wie er diesen programmieren kann. Allerdings sind Aufbau und Bedienung des echten Roboters sehr komplex, also eher für Jugendliche und Erwachsene geeignet. Ein Projekt vom Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS).


Coder Dojo

CoderDojo: weltweites Netzwerk, das kostenfreie Programmierworkshops für Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren anbietet. Auf coderdojo.com können die angehenden Programmierer über eine Karte suchen, ob und wann in ihrer Umgebung Workshops stattfinden.


Django Girls

Django Girls und Rails Girls: Netzwerke, die sich speziell an Mädchen und Frauen richten. Sie organisieren weltweite Programmier- und Technikworkshops.


Jugend hackt

Jugend hackt: Auf der Website findet man nicht nur viele nützliche Links und Tipps zu verschiedenen Initiativen, Veranstaltungen und Online-Programmen, sondern auch die Termine für die so genannten „Hackathons“, die deutschlandweit veranstaltet werden. Hier treffen sich Jugendliche von 12 bis 18 Jahren und tüfteln gemeinsam unter der Anleitung von Mentorinnen und Mentoren an eigenen Ideen und Projekten. Das Motto von Jugend hackt: „Mit Code die Welt verbessern“!


Teckids

Teckids: veranstalten regelmäßig Camps, unter anderem die „FrogLabs“, die meist im Rahmen der FrOSCon (Free and Open Source Software Conference) in der Nähe von Bonn stattfinden. Dort lernen die Kinder in Workshops verschiedene Dinge, zum Beispiel einen Roboter oder ein Spiel zu programmieren.


Hier kommt die Maus…

Programmieren mit der Maus: Hier lernt man Schritt für Schritt Bildergeschichten und Spiele mit der Maus zu programmieren.


Code it!

Code it! ist ein Webangebot, mit dem Kinder und Einsteiger einfach und spielerisch das Programmieren lernen können. Über Onlinekurse, Webinare und andere kindgerechte Inhalte vermittelt Code it! wichtige Grundlagen des Programmierens. Code it! eignet sich für das selbstständige Lernen zu Hause, aber auch für den Einsatz in der Schule.


Khan Academy

Khan Academy gehört zu den interessanteren Apps im Bildungsbereich. Die amerikanische Anwendung deckt nicht nur Coding ab, sondern kümmert sich auch um Bereiche wie Naturwissenschaften, Wirtschaft oder Geschichte. Mit mehr als 40.000 Fragen zu den unterschiedlichsten Themen sind wir hier länger beschäftigt. Auch im Bereich Programmieren bietet Khan Academy einiges.


Artikel zum Thema:

Warum programmieren für Kinder so wichtig wie schreiben ist – Standard Online

Was, Ihr Kind kann nicht programmieren? – Zeit Online

Coding – Programmieren im Kindergarten? – Medien Kindergarten

THE FUTURE OF EMPLOYMENT: HOW SUSCEPTIBLE ARE JOBS TO COMPUTERISATION? – Carl Benedikt Frey and Michael A. Osborne, September 17, 2013

Index aller bekannten und verwendeten Programmiersprachen – TIOBE Software

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